Eine Alpenvereinshütte ist Infrastruktur, kein Wellness. Man reserviert, weil das Lager sonst voll ist von Leuten, die denselben Wetterbericht gelesen haben. Man zieht die Bergschuhe aus, weil der Boden das verdient hat. Man isst, was die Küche kann, nicht was die Stadt erfindet. Wer eine Suite erwartet, ist im falschen Stockwerk der Karte.
Schlaf: Lager, Matratzenlager, manchmal ein Lagerraum, in dem jemand schnarcht, als wäre der Grat noch unter ihm. Ohrstöpsel sind Höflichkeit gegen sich selbst. Licht aus, wenn die Hausordnung es sagt. Der nächste Gast steht um fünf auf, weil der Übergang noch hart ist.
Die Hütte ist voll, wenn das Wetter schön ist. Die Hütte ist wahr, wenn das Wetter schlecht ist.
Mitgliedschaft im Alpenverein verbilligt das Lager und erklärt, warum das Haus überhaupt steht: ehrenamtlich, oft knapp, immer abhängig davon, dass Gäste nicht tun, als gehöre ihnen der Grat. Müll geht talwärts, in Ihrem Rucksack. Das Plumpsklo ist kein Fotomotiv.
Wir nennen Hütten im Heft, wenn wir dort geschlafen oder zumindest die Suppe geprüft haben. Telefonnummern ändern sich. Wetter auch. Rufen Sie an, bevor Sie den letzten Bus verpassen. Mehr zum Gehen selbst unter Wandern.