Vom Wiener Hauptbahnhof aus ist das Land in Schienen gelegt: Weststrecke, Südstrecke, und dazwischen die Äste, die nach Attnang, nach Selzthal, nach Spittal heißen. Umsteigen ist hier keine Strafe. Es ist Geografie. Wer den direkten Fernverkehr als einziges Maß nimmt, verpasst den Zug, der noch an einem Bahnsteig hält, von dem man den Fluss riecht.
Klimaticket, Vorteilscard, ein einfacher Fahrschein — wir sind kein Tarifberater. Wir sind Leute, die lieber den Rucksack zwischen die Knie klemmen als drei Mal um denselben Parkplatz kreisen. In Tälern, in denen der letzte Bus um 17:12 fährt, notieren wir die Uhrzeit fetter als den Gipfelnamen.
Der schönste Zug ist der, der noch fährt, wenn Ihr Plan schon im Wirtshaus sitzt. Fahrplan zuerst, Gipfel danach.
Fensterregeln, die niemand druckt
Nach Westen: oft die rechte Seite für die Alpensilhouette, außer der Schaffner sagt etwas anderes und das Tal biegt. Nach Hallstatt: die Station liegt gegenüber dem Dorf. Fähre einplanen, nicht fluchen. Nach Tirol: der Inn ist Arbeitsfluss, der Zug klebt daran. Nach Kärnten: Tauern, dann Licht, das schon nach Süden kippt.
Nachtzüge und frühe Regionalzüge: leise sein. Jemand fährt zur Schicht, nicht ins Museum. Fahrräder: Reservierung, wo sie vorgesehen ist. Im Sommer ist der Gepäckwagen kein Wunschkonzert.
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